Sozioökonomische Steuerung

 
 
Flyer TP 10

TP 10:
Regionale Infrastrukturpolitik

Ziele

Ziele

Das Teilprojekt untersucht Infrastruktursysteme der Ver- und Entsorgung als wichtige Steuerungsinstanzen zur Kopplung von Wasser-, Stoffstrom- und Landmanagement. Ziel ist es, die Potenziale von Abwasserent- und Energieversorgungsunternehmen der Region zur Umsetzung von Modelllösungen aus dem Projekt zu eruieren und daraus ein integriertes regionales Infrastrukturkonzept in enger Abstimmung mit Praxispartnern, regionalen Stakeholdern sowie Forschern aus dem Verbund zu erarbeiten. Dabei wird auf die veränderten Rahmenbedingungen infolge von Klimawandel, sozio-ökonomischem und demographischem Wandel besonders Rücksicht genommen.

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Vorgehensweise

Vorgehensweise

Am Anfang des Teilprojektes steht eine Analyse der Schlüsselfunktionen der Infrastruktursysteme Abwasser und Energie bei der Kopplung von Land- und wasserbezogenen Stoffnutzungen in den Untersuchungsräumen. Auf Grundlage dessen wird eine Bewertung der Stärken und Schwächen bisheriger institutioneller Regelungen bezüglich des Steuerungspotenzials beider Infrastruktursysteme vorgenommen und Anforderungen für institutionelle Regelungen zur Realisierung der im Projekt entwickelten Modelllösungen formuliert. Daran schließt die Erstellung eines abgestimmten Konzeptes an, das eine Grundlage für die künftige Infrastrukturpolitik der Region bildet und einen Baustein für die Systemlösung des Gesamtprojektes darstellt.

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Mitarbeiter

Teilprojektleitung

Dr. Timothy Moss
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), Erkner

 

Mitarbeiter

Dr. Matthias Naumann (IRS Erkner)

 

Partner

Günther Grassmann (ucb GmbH)

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Zentrale Ergebnisse

Das Teilprojekt ermittelte die Hemmnisse einer infrastrukturellen Verbreitung und Vernetzung von Projekten der Nutzung gereinigten Abwassers. Während in vielen Ländern die Wiederverwertung von Abwasser eine gängige Praxis ist und in der internationalen wissenschaftlichen Debatte die Berücksichtigung des Wasser-Energie-Nexus an Bedeutung gewinnt, zeigten die empirischen Untersuchungen im ELaN-Projekt, dass die Nutzung gereinigten Abwassers in Nordostdeutschland vorerst eine Nischenlösung bleibt. Ebenso steht die Kopplung und Neukonfiguration regionaler Infrastrukturen vor der Schwierigkeit, dass die politischen Zuständigkeiten wie auch die Transformationen von Energie- und Abwassersystemen bislang stark sektoral getrennt sind. Für die regionale Infrastrukturpolitik im Sinne eines nachhaltigen Landmanagements stellt sich damit die Herausforderung, integrierte Strategien zu entwickeln, die technologische Innovationen aus Nischen herausführen können.